F-oppen - ich faste das Shoppen - the beginning

    Hallo Buben,  

die erste Woche des F-Oppens wäre geschafft und wurde ohne Rückfälle, Fehltritte oder heimliche Einkaufsorgien meinerseits überlebt.

 

Nun sind jedoch auch die letzten Pakete die ich regulär vor der F-Opping-Zeit bestellt habe eingetroffen, die Sachen probiert und zum Teil wieder zurückgeschickt. Jetzt stehen noch 5 laaaaaaaaaange Wochen der Abstinenz vor mir.

 

Meine 3 größten Ängste sind, dass ich den Code meiner Bankomatkarte vergesse, der Chip meiner Kreditkarte korrodiert und einige kleinere Lieblingsboutiquen diese 5 Wochen nicht überleben werden.

 

 

Nachdem ich die letzte Woche nach dem Kredo „…und führe ich mich nicht in Versuchung…“ das Büro immer erst NACH den regulären Ladenöffnungszeiten verlassen habe, war ich am Montag todesmutig beim BIPA. Nach dem Online-Studium des Lageplans und meines akribisch geführten Einkaufliste war ich gedanklich vor sämtlichen lauernden Gefahren im BIPA mit meinem Schlachtplan gerüstet. Womit ich leider nicht rechnen konnte waren diese fiesen gelben Zettel „- 15 % auf Schminksachen“ zu tausenden gleich im Eingangsbereich. Mit dem Tunnelblick schaffte ich es dieser hinterlistigen Versuchung zu widerstehen. Leider führte mich dieser Gang mit meinem Tunnelblick direkt vor den riesen Schauständer voller Sonnenbrillen mit der übermächtigen Aufschrift „ALLE SONNENBRILLEN UM 5 EUR“. An dieser Stelle muss ich zugeben, dass ich die eine oder andere Sonnenbrille probiert ABER nicht gekauft habe.

 

Nach unendlichen 5 Minuten hatte ich dann alle notwendigen Sachen im pinken Körbchen und stand kraftlos an der Kassa. Aufgrund eines technischen Defekts den die pinke BIPA-Maus nicht gleich lösen konnte, erwischte ich mich doch glatt am menschenhohen ESSI-Nagellack-Ständer mit einem Engel auf der einen und dem Teufel auf der anderen Schulter. Und ich kann es euch sagen, diese neuen Frühlingsfarben sehen echt verlockend aus…

 

*/*porno#++ das Wort habe ich jetzt nur eingebaut um eure Aufmerksamkeit nach meinen Nagellack-Ausführungen wieder auf den Text lenken zu können…

 

Zusammenfassend war es gefühlt der längste Einkauf aber der bisher billigste Einkauf beim BIPA.

 

 

 

Gedankennotiz: Nächstes Jahr mache ich das definitiv nicht mehr sondern F-Ogge (kein Joggen während der Fastenzeit) J

8.3.17 08:22, kommentieren

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Geburtstagsfeiernachlese

Bereits am Tag nach dem 29. Geburtstag wurden die ersten Pläne für den bevorstehenden „Runden-Geburtstag“ geschmiedet. Wobei – nein, wohl eher 2 Tage danach. Verdammt, was ist in der Nacht von Freitag auf Montag nur passiert?! Egal, ich war zu dieser Zeit in Hamburg und was in Hamburg passiert bleibt in Hamburg…das Las Vegas des Hohen Nordens. Keine Spielcasinos – dafür den berühmt berüchtigten Spielbudenplatz auf der Reeperbahn, kein Rodeo Drive – dafür das Alsterhaus, keine Magier-Show mit weißen Tigern – dafür die Oliver Jones Bar mit fragwürdigen Besuchern, etc.

Mein enthusiastischer Hausverstand sagte: „3-Tage-3-Städte-weil-30-Party“ – mein Kontostand jedoch sagte: „Ronald-McDonald-Happy-Meal-Party-in-der-Geburtstagsstrassenbahn“. Gut, dann nehmen wir die goldene Mitte „Open House Feier mit Abschluss im Stadtwirtshaus“.

Im Vorfeld wurde geplant was unsere kranken Gedanken, dunkelsten Phantasien und tiefsten Wünsche so hergaben. Lasset die Castings für Stripper, „Wedler“ *, Poolboys, Lustknaben und Toyboys beginnen.

Doch dann ging alles sehr schnell und ehe ich mich versah war er da – der Tag vor DEM Tag und ich erhielt die ersten Anweisungen, Verbote und Gebote. Hier ein kleiner Auszug: „Rein-feier-Verbot“ (Danke an Andi, dass ich wegen dir fast meinen 26. Geburtstag absagen musste und diesen Tag mit Leidensgenossin Jacky beim Taschen-Aufpassen (also so nennt man „ausnüchtern“ heutzutage) im Basis-Lager verbrachten während die Geburtstagsgäste fleißig wie die Gorillas im Nebel im Hochseilklettergarten hingen), „zieh-eine-Leggings-an-Gebot“ und „warte-bei-dir-zuhause-auf-weitere-Anweisungen-Anweisung“ (was sich relativ gut getroffen hat, da ich das „Rein-feier-Verbot“ nicht ganz so strikt eingehalten habe).

Um 14:30 Uhr hieß es dann: „Carina, abgeholt“ und nach einem Leggings-Check ging es dann in Hard-Cora Richtung Hotel/Pension/Wäscherei/Schwimmbad Mama. Dort angekommen sah es eher aus wie in der Ronald McDonald Kindergeburtstags-Straßenbahn – aber in meinem Fall Gott sei Dank mit Alkohol. Mit dem ersten Schluck Radler in der Kehle ging es dann im Auto-Kolping-Korso Richtung Reitstall. Dort wartete auch schon frisch frisiert (Danke Angelika), Kaddy auf seinen ersten großen Einsatz als Voltigierpferd und ich wusste jetzt auch warum das Leggings-Gebot verhängt wurde. Elfengleich bewegte ich mich auf dem wild galoppierenden Pferd. Diesbezügliches Videomaterial wird nur nach Bekanntgabe der Kreditkartennummern und Unterschrift der Verschwiegenheitsklausel gezeigt. Nach diversen erfolgreich absolvierten Aufgaben (Tiger streicheln, Buch schreiben, Shoppen in New York, etc) kann ich Euch allen nur raten „seid vorsichtig mit dem was ihr auf eure „Dinge die ich machen will bevor ich 30 bin Liste“ schreibt“ – es könnte sein, dass ihr das alles wirklich machen müsst. Natürlich nur dann, wenn ihr auch so eine verrückte Family und Freunde habt.

Nach vielen gescheiterten Versuchen haben wir es dann doch geschafft alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu sein -> im Stadtwirtshaus. Für mich eine kurze Verschnaufpause zwischen den Programmpunkten – für die anderen „nach einer lustigen Carina-muss-irgendwas-machen ist vor Carina-muss-irgendwas-lustiges-machen“. Der krönende Abschluss war dann der Auftritt von Niddl der alle in den Bann zog. Sogar meine Mutter, die als erste auf der Tanzfläche war und sich sichtlich in das Jahr 1969 zurückversetzt fühlte. Meine Angst war nur, dass sie sich nicht nur wild über die Tanzfläche schmeißt sondern auch dabei auch auszieht. Wobei wir wieder bei Punkt 1 den Strippern wären – jedoch war sie nicht bei Casting und somit auch nicht im Recall. Sorry, vielleicht klappt es ja in der nächsten Staffel „Wolkersdorf sucht den Strippstar“ oder bei meinem 40. Geburtstag J

Wiedermal endete der Abend jäh durch Schnaps der direkt von der Mundschleimhaut in die Blutbahn befördert wird (vgl. Rodelnachlese) – Danke Andi.

Fazit: 30 werden tut nicht weh – der Tag danach schon.

 

 

* Erläuterung der Bezeichnung „Wedler“:
-> bist du unter 18 Jahre – gehe zurück zum Start, ziehe nicht über Los und kassiere keine 200 EUR…ah sorry, da dürfte ich wohl am letzten Monopoly-Trip hängen geblieben sein.
-> bist du über 18 Jahre – stecke 200 EUR ein, gehe auf die Gay-Party in der Pratersauna, besuche das dortige Herren WC und genieße die Vorführung; trinke aber nur aus Flaschen die die Kellnerin vor dir aufmacht

29.7.15 15:45, kommentieren