Geburtstagsfeiernachlese

Bereits am Tag nach dem 29. Geburtstag wurden die ersten Pläne für den bevorstehenden „Runden-Geburtstag“ geschmiedet. Wobei – nein, wohl eher 2 Tage danach. Verdammt, was ist in der Nacht von Freitag auf Montag nur passiert?! Egal, ich war zu dieser Zeit in Hamburg und was in Hamburg passiert bleibt in Hamburg…das Las Vegas des Hohen Nordens. Keine Spielcasinos – dafür den berühmt berüchtigten Spielbudenplatz auf der Reeperbahn, kein Rodeo Drive – dafür das Alsterhaus, keine Magier-Show mit weißen Tigern – dafür die Oliver Jones Bar mit fragwürdigen Besuchern, etc.

Mein enthusiastischer Hausverstand sagte: „3-Tage-3-Städte-weil-30-Party“ – mein Kontostand jedoch sagte: „Ronald-McDonald-Happy-Meal-Party-in-der-Geburtstagsstrassenbahn“. Gut, dann nehmen wir die goldene Mitte „Open House Feier mit Abschluss im Stadtwirtshaus“.

Im Vorfeld wurde geplant was unsere kranken Gedanken, dunkelsten Phantasien und tiefsten Wünsche so hergaben. Lasset die Castings für Stripper, „Wedler“ *, Poolboys, Lustknaben und Toyboys beginnen.

Doch dann ging alles sehr schnell und ehe ich mich versah war er da – der Tag vor DEM Tag und ich erhielt die ersten Anweisungen, Verbote und Gebote. Hier ein kleiner Auszug: „Rein-feier-Verbot“ (Danke an Andi, dass ich wegen dir fast meinen 26. Geburtstag absagen musste und diesen Tag mit Leidensgenossin Jacky beim Taschen-Aufpassen (also so nennt man „ausnüchtern“ heutzutage) im Basis-Lager verbrachten während die Geburtstagsgäste fleißig wie die Gorillas im Nebel im Hochseilklettergarten hingen), „zieh-eine-Leggings-an-Gebot“ und „warte-bei-dir-zuhause-auf-weitere-Anweisungen-Anweisung“ (was sich relativ gut getroffen hat, da ich das „Rein-feier-Verbot“ nicht ganz so strikt eingehalten habe).

Um 14:30 Uhr hieß es dann: „Carina, abgeholt“ und nach einem Leggings-Check ging es dann in Hard-Cora Richtung Hotel/Pension/Wäscherei/Schwimmbad Mama. Dort angekommen sah es eher aus wie in der Ronald McDonald Kindergeburtstags-Straßenbahn – aber in meinem Fall Gott sei Dank mit Alkohol. Mit dem ersten Schluck Radler in der Kehle ging es dann im Auto-Kolping-Korso Richtung Reitstall. Dort wartete auch schon frisch frisiert (Danke Angelika), Kaddy auf seinen ersten großen Einsatz als Voltigierpferd und ich wusste jetzt auch warum das Leggings-Gebot verhängt wurde. Elfengleich bewegte ich mich auf dem wild galoppierenden Pferd. Diesbezügliches Videomaterial wird nur nach Bekanntgabe der Kreditkartennummern und Unterschrift der Verschwiegenheitsklausel gezeigt. Nach diversen erfolgreich absolvierten Aufgaben (Tiger streicheln, Buch schreiben, Shoppen in New York, etc) kann ich Euch allen nur raten „seid vorsichtig mit dem was ihr auf eure „Dinge die ich machen will bevor ich 30 bin Liste“ schreibt“ – es könnte sein, dass ihr das alles wirklich machen müsst. Natürlich nur dann, wenn ihr auch so eine verrückte Family und Freunde habt.

Nach vielen gescheiterten Versuchen haben wir es dann doch geschafft alle zur gleichen Zeit am gleichen Ort zu sein -> im Stadtwirtshaus. Für mich eine kurze Verschnaufpause zwischen den Programmpunkten – für die anderen „nach einer lustigen Carina-muss-irgendwas-machen ist vor Carina-muss-irgendwas-lustiges-machen“. Der krönende Abschluss war dann der Auftritt von Niddl der alle in den Bann zog. Sogar meine Mutter, die als erste auf der Tanzfläche war und sich sichtlich in das Jahr 1969 zurückversetzt fühlte. Meine Angst war nur, dass sie sich nicht nur wild über die Tanzfläche schmeißt sondern auch dabei auch auszieht. Wobei wir wieder bei Punkt 1 den Strippern wären – jedoch war sie nicht bei Casting und somit auch nicht im Recall. Sorry, vielleicht klappt es ja in der nächsten Staffel „Wolkersdorf sucht den Strippstar“ oder bei meinem 40. Geburtstag J

Wiedermal endete der Abend jäh durch Schnaps der direkt von der Mundschleimhaut in die Blutbahn befördert wird (vgl. Rodelnachlese) – Danke Andi.

Fazit: 30 werden tut nicht weh – der Tag danach schon.

 

 

* Erläuterung der Bezeichnung „Wedler“:
-> bist du unter 18 Jahre – gehe zurück zum Start, ziehe nicht über Los und kassiere keine 200 EUR…ah sorry, da dürfte ich wohl am letzten Monopoly-Trip hängen geblieben sein.
-> bist du über 18 Jahre – stecke 200 EUR ein, gehe auf die Gay-Party in der Pratersauna, besuche das dortige Herren WC und genieße die Vorführung; trinke aber nur aus Flaschen die die Kellnerin vor dir aufmacht

29.7.15 15:45

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